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Auch außerhalb der Flüchtlingslager leben viele Flüchtlinge vom Volke der Karen, meistens in kleinen, herabgekommenen Dorfgemeinschaften. Aus wirtschaftlicher Not aber auch aus Angst, nicht als Flüchtlinge anerkannt und damit wieder nach Burma zurück geschickt zu werden, ziehen es viele Karen vor, illegal in Thailand zu leben.
Diese Dorfgemeinschaften befinden sich meistens nahe den Fabriken - besser sweatshops - und den Farmen, wo sie 16 Stunden am Tag, sechseinhalb Tage die Woche, ohne Rechte und soziale Absicherung, für 1 bis 1,5 Euro am Tag schuften. Dieser Lohn entspricht einem viertel/ Drittel des gesetzlichen Mindestlohns in Thailand.
Zwischen 200 und 500 Menschen leben in solchen Dörfern unter prekären Verhältnissen. Kaum jemand kümmert sich um sie, es gibt keine sanitären Einrichtungen, keine medizinische Versorgung und kaum Schulen. Bereits eine Generation der Kinder dieser Flüchtlinge wuchs ohne Schulbildung auf und wurde dadurch billiger und williger Nachschub für diese Sklavenarbeit oder für Bordelle.
Die Menschen sind gedemütigt und mangelernährt. Krankheiten wie Malaria und Tuberkulose, AIDS und Lepra fordern viele Opfer. Alkohol- und Drogensucht - vor allem das gefährliche, aber billige Amphetamin Ya Ba wird - ist weit verbreitet. Außerdem sind sie der Willkür durch die thailändischen Behörden ausgeliefert und leben in ständiger Furcht vor Verhaftung und Abschiebung.
HELFEN ohne GRENZEN hilft, in diesen Dörfern Schulen für die Kinder zu gründen und zu betreiben.
Weiter Informationen zu diesem Thema:
Auf unserer Linkseite finden gibt es eine Reihe von Internetadressen, die sich auch mit der Situation der Flüchtlinge beschäftigen.
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