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Auf der Flucht

Das burmesische Regime unterhält eine der größten Armeen der Welt, auch die größte Kinderarmee der Welt. Über 70.000 der Rekruten sind Kinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Um die Soldaten gewaltbereiter zu machen, werden sie unterbezahlt und sind daher auf die „Erträge" aus Willkür, Erpressung und Plünderung angewiesen. Außerdem werden Aufputschmittel, vor allem starke Amphetamine, ausgegeben.

Ziel der Aktionen der Armee, der Tatmadaw, sind die eigenen Landsleute, vor allem die nach Autonomie strebenden Völker der Mon, Karen, Shan, Karenni, Rhakine, Chin, um die Wichtigsten zu nennen. Alles Völker mit einer eigenständigen Kultur und langer Tradition, eigenen Bräuchen und Sprachen.


Schüsse aus dem Hinterhalt auf fliehende Menschen
Die Menschen dieser Völker sind regelmäßig Ziel von Gewalt und Repressalien. Sie werden vertrieben und zwangsumgesiedelt, ihre Dörfer geplündert, Menschen willkürlich verhaftet, geprügelt, erschossen, Mädchen und Frauen entführt und vergewaltigt, Schulen und Krankenhäuser geschlossen oder niedergebrannt, die Ernten beschlagnahmt. Ganze Landstriche sind vermint.

Die Menschen ziehen sich in die schwer zugänglichen Dschungelgebiete in den Grenzregionen zu Thailand, China und Indien/ Bangladesh zurück und errichten provisorische Dörfer. Auch dort werden sie nicht in Ruhe gelassen. Regelmäßig tauchen die Trupps der Armee auf, rauben, plündern, vergewaltigen, töten. Meistens gelingt es den Einwohnern, durch die eigene Volksarmee (das Regime spricht selbstverständlich von Rebellen) gewarnt, sich im tieferen Dschungel zu verstecken. Nach ihrer Rückkehr finden sie ihre Dörfer meistens gebrandschatzt und mit Minen in den Reisfeldern wieder.


Verzweifelt vor den Resten des eigenen Zuhauses
In diesen Dörfern gibt es kaum Schulen oder medizinische Versorgung. Menschen sterben an Mangelernährung, an einfach zu behandelnden Krankheiten, an den Verletzungen der Kampfhandlungen.

Gelingt es den Menschen nicht rechtzeitig zu fliehen, werden sie Opfer schwerster Gewalt und viele finden den Tod. Die Gegenden, wo diese Flüchtlinge leben, gelten im Jargon als „Free Fire Zones", die Menschen sind Freiwild und niemand wird für Gräueltaten zur Verantwortung gezogen.

Weitere Informationen zum Thema:
Auf unserer Linkseite finden gibt es eine Reihe von Internetadressen, die sich vornehmlich mit der Flüchtlingsproblematik beschäftigen.

Global Report 05: Burma hat weltweit schlimmste Flüchtlingssituation ( 66 KByte)


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