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Aus Schutz vor Repressalien und da viele der Mitglieder dieser Organisationen auch innerhalb Burmas tätig sind, können wir an dieser Stelle keine Fotos veröffentlichen.
Das KED Karen Educational Department
Diese Gruppe von Karen Flüchtlingen sorgt sich um die Gründung und Betreibung von Schulen in den Dörfern außerhalb der Flüchtlingslager. Dort gibt es so gut wie keine Schulen und bereits eine Generation von Flüchtlingskindern wuchs ohne Schulbildung auf.
Die Mitglieder des KED sind vielfach selbst Lehrer und arbeiten alle freiwillig mit, da sie auf Spenden angewiesen sind. In einfachen Bambushütten betreiben sie ihre Schulen. In der Regenzeit tropft es vom Dach, der Erdboden wird feucht und schlammig. Die Kinder sitzen auf Bambusstangen und lernen burmesisch, karen, thailändisch und englisch sowie etwas rechnen. In einem kleinen Raum unterrichten bis zu vier Lehrer 100 und mehr Kinder gleichzeitig.
Wenn es die Spendengelder erlauben, erhalten die Lehrer knapp 50 Euro Gehalt im Monat. Aber die Kinder gehen vor und neben dem Schul- und Unterrichtsmaterial versucht die KED, den Kindern täglich ein gesundes Mittagessen zu ermöglichen.
Die KYO Karen Youth Organisation
Diese Gruppe junger Menschen möchte der eigenen Jugend eine Perspektive bieten. Das tut sie durch allerlei Aktivitäten in den Flüchtlingslagern, in den Dorfgemeinschaften und vor allem in den Dörfern innerhalb Burmas. Ein gefährliches Unterfangen, da sie den Generälen ein Dorn im Auge sind und daher mit schwersten Konsequenzen im Falle einer Festnahme zu rechnen hätten.
Sie versuchen sportliche Aktivitäten anzubieten, ebenso wie sie die Jugend animieren, die alten Traditionen, vor allem die schönen Volkstänze wie den Don-, den Bambus- und den Bändertanz, am Leben zu halten. Sehr viel Wert wird auf die Ausbildung über die schulische hinaus Wert gelegt. Themen wie Demokratie und Sozialwesen, Wirtschaft und moderne Technologien stehen u.a. auf dem Programm.
Außerdem betrieben sie kleine Projekte zur Einkommensgenerierung.
Die KWO Karen Women Organisation
Die Frauen sind häufig eines der schwächsten Glieder in einer Gesellschaft, besonders in einem
von Bürgerkriegen gebeutelten Land. Die Karenfrauen haben sich daher zusammengeschlossen und
eine starke Gruppe gebildet, die von vielen Frauenorganisationen in aller Welt unterstützt wird,
darunter auch W.E.A.V.E.
Die Mitglieder der KWO helfen den Frauen so gut es geht, betreiben Workshops zu allen möglichen Themen und Frauenhäuser in den Camps, Werkstätten für allerlei handwerkliche Gebrauchsgegenstände und kleine Souvenirshops in den Flüchtlingslagern, wo doch sehr viele Mitarbeiter von NGOs tätig sind.
Sehr viel Wert legen sie auf Projekte, die selbsttragend sind und für die Mitarbeiterinnen und die Organisation ein kleines aber willkommenes Einkommen generieren. Diese Projekte werden durch Spenden in Form einer Anschubfinanzierung begonnen. Damit werden Material, Maschinen und die Einschulung gezahlt. Es geht um Weben, Schneidern, Sticken, Kunsthandwerk und die Produktion von Kerzen, da weder in den Camps noch in den Dörfern außerhalb Strom vorhanden ist.
2003 Jahresbericht der Karen Frauen Organisation KWO ( 596 KByte)
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