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Die Mae Tao Klinik ist das Werk von Dr. Cynthia Maung und vieler freiwilliger Helfer. Das Spital steht am Stadtrand von Mae Sot unweit der burmesischen Grenze auf einem angemieteten Areal. Die Klinik ist immer noch nicht offiziell von den thailändischen Behörden anerkannt, trotzdem ist sie geduldet und es gibt sogar eine Kooperation mit dem Thaispital. Dorthin werden - auf Kosten der Mae Tao Klinik - all jene Fälle überwiesen, die an der kleinen Klinik nicht behandelt werden können.
Begonnen hat alles im Jahre 1989. Dr. Cynthia hatte als Ärztin damit begonnen, ihren verletzten und kranken Landsleuten zu helfen. Aus einer kleinen Hütte ist heute ein kleines Spital mit kleinen gemauerten Häuschen geworden. Neben der Erste-Hilfestation gibt es die Geburtenstation, die Kinderabteilung, die Abteilung für allgemeine Krankheiten, die Traumaabteilung, eine Abteilung, die Prothesen für die zunehmende Zahl der Minenopfer herstellt und für deren Rehabilitation sorgt, sowie eine Blutbank, eine Augenambulanz und die Krankenpflegerschule. Sehr viel Wert wird auf Aufklärung gelegt. Die Klinik führt Kampagnen im Bereich der allgemeinen Hygiene, der Vorsorge und der Familienplanung durch. Jeder Samstag ist Immunisierungstag, da werden die Kinder geimpft.
Die Einrichtung ist einfach. Die Patienten, Amputierte wie Malariakranke, AIDS- wie Tuberkulosepatienten liegen in großen Räumen auf harten Tischen, ohne Intimsphäre und mitgepflegt von ihren Familien. In der Kinderstation liegen die kleinen Patienten auf dünnen Matten auf dem Fußboden.
Die Mae Tao Klinik versorgt inzwischen über 30.000 Patienten pro Jahr. Selbstverständlich kostenlos. Finanziert wird die Klinik von den Spenden aus aller Welt und getragen von den vielen freiwilligen MitarbeiterInnen, die meisten selbst Flüchtlinge und an der Klinik ausgebildet. Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern aus dem Westen helfen zeitlich begrenzt mit und bringen ihre Kenntnisse und ihre Expertise ein.
Die Patienten kommen von überall her, viele aus den Bürgerkriegsgebieten jenseits der Grenze,
oft in schlimmen Zustand, da von den langen Transportwegen und von den Infektionen aufgrund mangelhafter
Erstversorgung geschwächt. Aber auch aus den Flüchtlingsdörfern außerhalb der Flüchtlingslager eilen sie herbei, auch häufig in prekärer Verfassung, da sie bis zuletzt versuchen zu arbeiten und weil sie das geringe Transportgeld lieber sparen wollen. Der Ausfall einer Arbeitskraft innerhalb einer Familie kann Hunger und Not zur Folge haben.
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