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Unser Tätigkeitsbericht 2010. Zahlen und Fakten!
Ein bewegtes Jahr nahm ein gutes Ende. Dank der Solidarität aller SpenderInnen wurden uns knapp 24% mehr an Spenden für unsere Projekte, für unsere Verwaltung knapp 14% mehr anvertraut. Auch unsere Projektausgaben konnten wir deshalb auf über 730.000€ steigern. Die Mitgliederversammlung nahm dieses Ergebnis mit großer Freude zur Kenntnis. Besonderer Applaus der über 60 Anwesenden galt der Leiterin aller Projekte an der Grenze, Ann Siraporn Kaewsombat, die erstmals bei uns weilte. Der Vorstand wurde neu gewählt, Anna Dallemulle, Alois Lageder, Harald Niederseer und Bernhard Winkler verstärken ab jetzt unser Team.
Lesen Sie hier den vollständigen Tätigkeitsbericht samt allen kommentierten Bilanz-Zahlen.
Das Jahr 2010 war ein Jahr voller Höhepunkte; schöner und weniger schöner. Wir sind mit großem Respekt in dieses Jahr gegangen, denn die Wirtschaftskrise war auch in Südtirol angekommen und der Euro verlor zunehmend an Wert.
Wir haben daher von Anfang an unsere Anstrengungen verstärkt, um dem sehr wahrscheinlichen Liquiditätsengpass zu begegnen und so unsere Projekte an der Grenze zu sichern. Es war ein großartiges Erlebnis mitansehen zu dürfen, wie wir alle, Vorstände, Mitglieder und Mitarbeiter hier und in Mae Sot enger zusammenrückten.
Noch mehr bewegt hat uns, die wirklich großzügige Reaktion der vielen kleinen und großen SpenderInnen miterleben zu dürfen. Wir führen das auf die gestiegene Anerkennung unserer Arbeit zurück. Unsere Anstrengungen für Effizienz und Transparenz machen sich gerade in schwierigen Zeiten bezahlt.
Besonders hervorheben möchten wir die großzügige und kontinuierliche Unterstützung durch das Land Südtirol, die Region Trentino Südtirol, die Stiftung Südtiroler Sparkasse, die Stiftung Maro, die Südtiroler Sternsinger, die vielen Schulpaten sowie durch immer mehr Schulen. Besonders berührt hat uns die spontane Zusage des Landeshauptmannes, Dr. Luis Durnwalder, durch einen Sonderbeitrag die Versorgung der neuen Flüchtlinge mit Essen sicherzustellen.
Die Erfolge waren allerdings auch teuer erkauft, denn einige von uns bekamen aufgrund der Überlastung gesundheitliche Probleme, die zu längeren Pausen führten und auch medizinischer Behandlung bedurften.
Wie Kassenwart Helmut Wolf berichtete, nahmen wir insgesamt 820.943 Euro ein, das entspricht einer Steigerung von 22,6%. An Einnahmen für unsere Projekte (Spenden und Beiträge) erzielten wir 734.142 Euro (+23,7%), für die Verwaltung zusätzlich 86.801 Euro (+13,9%).
Die Ausgaben für unsere Projekte stiegen auf 726.005 Euro (+53,1%), darin inbegriffen u.a. für Schulen und Ausbildung 238.302€, für Gesundheit und Medizin 60.118€, für Schaffung von Einkommen 30.143€, für das Essensprogramm 240.919€ und für Projektbetreuung und Sozialzentrum in Mae Sot netto 64.925€.
Die aus getrennten Einnahmequellen gedeckten Kosten für Verwaltung in Südtirol, Reisen und Marketing beliefen sich auf 76.503 Euro (+31,3%).
Unsere Leiterin der Außenstelle in Mae Sot, Ann Siraporn Kaewsombat, stellte zusammen mit Lena Weller in Wort und Bild die vielfältigen Tätigkeiten und die einzelnen Projekte aus dem vergangenen Jahr vor. Unsere Küche produzierte z.B. täglich bis zu 5.700 Mahlzeiten (2010 insgesamt knapp 900.000 Mahlzeiten), an unseren Schulen lernen über 6.000 SchülerInnen und unsere Nähwerkstatt stellte knapp 8.000 Kleidungsstücke her sowie 900 BiBiBag.
Für das Jahr 2011 stehen im Budget für unsere Projekte 975.000 Euro, darin enthalten sind allerdings auch die Kosten für den Neubau von Küche, Nähwerkstatt und Ausbildungszentrum, für welche wir zum Teil noch auf Beitragszusagen warten. Auch in Südtirol wollen wir aufrüsten und um Bibi Niederkofler ein schlagkräftiges Team aufbauen. Nur mit ehrenamtlicher Tätigkeit sind die gestiegenen Anforderungen nicht mehr zu bewältigen.
Statutengemäß wurde der Vorstand neu gewählt. Zuerst wurden allerdings mit großem Dank die ausscheidenden Mitglieder Elke DeBiase, Erika Gostner und Peter Pöder verabschiedet. Anschließend stellten alle 9 Kandidaten sich und ihre persönlichen Beweggründe und Ziele vor. Benno Röggla erzählte dabei in offenen Worten von den gesundheitlichen Problemen (ein hartnäckig unentdeckter Parasit), Gerüchten und anderen Erschwernissen, die ihm in den letzten 4 Jahren sehr viel an Kraft und Leistungsfreude gekostet haben.
Per Akklamation wurde der Vorstand neu bestellt. Christina Kuppelwieser, Petra Rastner, Benno Röggla, Wolfi Töchterle und Helmut Wolf wurden bestätigt, neu hinzu gewählt wurden Anne DalleMulle, Alois Lageder, Harald Niederseer und Bernhard Winkler, die demnächst auf der Homepage vorgestellt werden.
Anschließend gab es bei einem kleinen Büffet noch Gelegenheit, sich auszutauschen. Es waren besonders viele ehemalige Freiwillige als Gäste anwesend und daher war die Wiedersehensfreude, vor allem mit Ann und Lena, groß.


