helfen ohne grenzen

Jahresbedarf an Prothesen inklusive Rehabilitation

Seit 3 Jahren betreibt die Mae Tao Clinic von Dr. Cynthia Maung auch eine Abteilung, an der die Minenopfer versorgt werden, ihnen bei der Rehabilitation geholfen wird und wo sie vor allem Prothesen angepasst erhalten.


Die Prothesenbauer sind selbst Minenopfer
Eine Prothese ist für die Opfer aus vielen Gründen lebenswichtig. Sie erhalten dadurch nicht nur ihre Mobilität zurück, sondern werden wieder lebensfähig. Ohne Prothese sind sie nicht in der Lage, in den Feldern zu arbeiten und für ihr Überleben und das ihrer Familien zu sorgen.

Es gibt kein soziales Auffangnetz, die Menschen sind nur auf die eigene Arbeitskraft angewiesen. Bei Krankheit oder, noch schlimmer, nach einem Minenunfall stehen die Menschen oft vor dem Nichts. Und mit ihnen auch ihre Kinder.

Die Prothesen, die an der Klinik hergestellt werden, sind sehr stabil und haltbar. Die Opfer müssen sich damit in schwierigem Gelände bewegen, damit arbeiten können. Defekte Prothesen können nicht einfach repariert werden, dazu müsste oft eine beschwerliche, mehrwöchige Anreise in Kauf genommen werden. Hergestellt werden sie von freiwilligen Mitarbeitern, die selbst alles Prothesenträger sind.

Die Opfer werden durchschnittlich vier Monate an der Klinik gesund gepflegt. Sie erhalten dabei die Möglichkeit, sich mit der neuen Situation zurecht zu finden und man versucht, ihnen neue Lebensperspektiven aufzuzeigen, ihnen Mut zu machen. Dabei helfen vor allem die erfahrenen Prothesenträger, die dort seit Jahren an der Klinik freiwillig mitarbeiten. Sind die Wundern verheilt, erhalten sie eine Prothese angepasst.

Helfen ohne Grenzen finanziert den gesamten Bedarf an Prothesen für das Jahr 2003. Geplant sind insgesamt 150 Prothesen, das entspricht einem Zuwachs von 100% gegenüber 2002 und entspricht der rasanten Zunahme an Minenunfällen in diesem sinnlosen Krieg. Neben den Materialkosten werden neue Maschinen und einige zusätzliche Betten angekauft. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung der Minenopfer und ihrer Familien werden auch übernommen.

2003 Jahresbericht Prothesenwerkstätte (2,62 MByte)

Die reinen Barauslagen betragen knapp 40.000 Euro, davon steuert das Amt für Kabinettsangelegenheiten insgesamt ca. 20.000 Euro bei. Wir danken von Herzem dem Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder als Vorsitzenden der Kommission und der Amtsdirektorin Dr. Elisabeth Spergser für die rührige Unterstützung und liebevolle Begleitung.


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