Hilfspakete erreichen Familien!

10. Juni 2020

Was bisher geschah

Unser Team vor Ort in Mae Sot hat in den letzten drei Wochen Unglaubliches geleistet! Unermüdlich beliefern unsere Mitarbeiter und die Rays of Youth mit Hilfe von Freiwilligen – teils Direktoren und Lehrer aus unseren Schulen – die bedürftigen Familien mit Hilfspaketen. Die Direktorin unserer Stiftung, Ann Kaewsombat, ist bei der Verteilung dabei, um sich ein eigenes Bild der Situationen vor Ort zu machen.

1.733 Pakete konnten bisher an die Menschen in und um Mae Sot/Thailand verteilt werden. Der Fokus liegt vor allem bei besonders hilfsbedürftigen Burmesen: arme Familien mit Kleinkindern, Alleinerziehende, Schwangere, stillende Mütter, Alte und Kranke.

Vielfach fanden unsere Mitarbeiter die Situation vor, dass Kinder bei ihren Großeltern oder anderen Verwandten untergebracht waren, da die Eltern ihr Geld in Bangkok verdienen. Durch den Lockdown sind die Eltern nicht mehr in der Lage, Geld für die Versorgung zu schicken, da sie ihre Arbeit verloren haben. Zudem ist es ihnen nicht möglich, zu ihren Kindern heimzukehren, da sie sich die Reisekosten nicht leisten können und die Reisefreiheit stark eingeschränkt ist.

Erneut konnten wir feststellen, dass der Bildungsstand der Menschen sehr gering ist. Die Schule wird meist nach wenigen Jahren abgebrochen, da die Kinder arbeiten müssen, um sich am Einkommen der Familie zu beteiligen. Außerdem sah unser Team viele Mütter und Schwangere im Teenager Alter. Leider ist das Thema Aufklärung ein Tabu und die Mädchen sind unwissend.

Viele Familien berichteten davon, dass die Mahlzeiten ganz streng und sparsam proportioniert werden und regelmäßig Mahlzeiten ausgelassen werden müssen. Einige wenige konnten ihre Einkäufe „anschreiben“ lassen und mussten somit Schulden machen, eine Frage der Zeit wie lange dies ein Händler erduldet und das Geld dann zurückfordert.

In einzelnen Dörfern besitzen einige wenige Familien ein paar Hühner oder Ziegen oder haben einen kleinen Garten und kommen so um die Runden. Anderen, die als Tagelöhner in der Landwirtschaft weiter arbeiteten, wurde ihr Lohn nur dann ausgezahlt, wenn der Grundbesitzer seine Produkte auch am Markt verkaufen konnte. Ein riskantes und unfaires Spiel auf Kosten der Mitarbeiter, auf das sie sich aber wohl oder übel einlassen müssen.

Im Dorf Khok Kwoy erwirtschaften die Einwohner ihr Einkommen gewöhnlich durch Müllsammeln, Tagelohnarbeit, mit Ziegenzucht oder Gemüseanbau. Auch hier haben wir unsere Lebensmittelpakete verteilt. Hier war die Bedürftigkeit besonders groß und bei den Dorfbewohnern spürte man ganz stark ein Gefühl der Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit, da wir nicht allen Familien ein Hilfspaket zukommen lassen konnten. Zu gern hätten wir noch mehr Lebensmittel verteilt!

Sehr groß ist die Dankbarkeit jener Menschen, die ein Hilfspaket bestehend aus einem Sack Reis, einem Kübel zum Transportieren von Trinkwasser, einer Flasche Öl, Bohnen, Salz, Chili, Trockenfisch, Seife und Mundnasenschutz entgegennehmen können. Die Freude ist groß und die Erleichterung darüber, sich für einige Tage keine Sorgen über die Essensversorgung der eigenen Familie machen zu müssen, ist den Menschen buchstäblich ins Gesicht geschrieben!

Bitte hilf uns weiterhin! Ein Hilfspaket zum Preis von 18,40 € versorgt eine 5-köpfige Familie eine Woche lang!